Windows 10 und inaktives Headset-Mikro

Merke: Wenn man sich ein neues Gaming-Headset kauft und sich nach der Treiberinstallation wundert, dass zwar die Kopfhörer, nicht aber das Mikro funktioniert, dann sollte man vielleicht mal in die Datenschutzeinstellung schauen. Es kann nämlich gut sein, dass man im Eifer des Gefechts irgendwann mal folgenden Schalter deaktiviert hat…

Erneuertes Zertifikat im Windows mit privatem Schlüssel verknüpfen

Im Zuge der SSL-Zertifikatserneuerungen wegen der neu signierten (Symantec)-Zertifikate die ja, wenn man sie nicht erneuert, unter Chrome ab Version 70 und auch später anderen Browsern ab mitte September Warnungsfenster anzeigen,  hatte ich für einen Exchange-Server routinemäßig einen neuen CSR (Certificate Signing Request) erzeugt. 

Doch der Zertifikatsdienstleister hat unter der Haube den originalen CSR für das Erneuern verwendet, was dazu führte, dass ich zwar ein neues Zertifikat bekam, dies aber nicht zum neu ausgestellten privaten Schlüssel passte. Stattdessen erhielt ich beim Importversuch eine Fehlermeldung, dass das Zertifikat bereits vorhanden sei (halt das bisherige). 

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WSUS-Server-Cleanup / Kochrezept

So ein WSUS-Server verbrät im Laufe der Zeit schon einiges an Plattenplatz. Ärgerlich ist zudem, dass ein Teil davon eventuell bereits abgelehnte oder bereits ersetzte Updates sind. Um einen WSUS-Server ausgehend von den in der Datenbank freigegebenen Updates zu bereinigen, bietet sich folgende Reihenfolge an.
Als Voraussetzung ist das bekannte WSUS-Cleanup-Script (https://www.ajtek.ca/) notwendig. Es ist noch bis ca. Mitte 2019 kostenfrei und danach kostenpflichtig. Der Betrag ist aber überschaubar.

  • Überprüfen der Produkte und Klassifizierungen im WSUS und damit ggfs. ausnehmen nicht mehr benötigter Updates.
  • Stop des WSUS-Dienstes und prüfen, dass der BITS-Dienst (intelligenter Hintergrundübertragungsdienst) nicht gestartet ist
  • Löschen des WSUSContent-Verzeichnisinhalts
  • Starten des WSUS-Dienstes
  • Damit auch keine nicht mehr benötigten Updates mehr heruntergeladen werden – Clean-WSUS laufen lassen:
.\Clean-WSUS.ps1 -RemoveObsoleteUpdates -DeclineMultipleTypesOfUpdates -SaveReport TXT
  • Anschließend entfernen der abgelehnten Updates, aufräumen der Datenbank:
.\Clean-WSUS.ps1 -RemoveDeclinedWSUSUpdates -WSUSDBMaintenance -WSUSServerCleanupWizard -SaveReport TXT
  • BITS-Transfer für die große Datenmenge auf Vordergrund-Prio stellen mit folgendem PS-Dreizeiler:

    $conf=(get-wsusserver).GetConfiguration()
    $conf.BitsDownloadPriorityForeground=$true
    $conf.save()
  • Initiieren des Downloads aller nicht im WSUSContent-Verzeichnis befindlichen Updates anhand der Datenbank mit dem Wsus-Cmdline-Tool:
%Program Files%\Update Services\Tools\WsusUtil.exe -Reset

Exchange – organisationsweit Weiterleitungen herausfinden

Es gibt einige Stellen, an denen Weiterleitungen eingerichtet sein können.
Patrick Grünauer hat das hier mal sehr gut zusammengefasst und mit 3 CmdLets lassen sie sich übersichtlich anzeigen.

ERGÄNZUNG: Grund dafür, dass ich versucht habe, herauszufinden, wo welche Weiterleitungen konfiguriert sind, war der Umstand, dass ein User meldete, dass Mails an einen abwesenden Kollegen immer automatisch an ein Funktionspostfach weitergeleitet werden. Ich konnte aber nirgends eine entsprechende Weiterleitung finden.
ABER: Es war ein OOF konfiguriert (nur intern). Reproduzierbar getestet ist es wirklich so, dass wenn der OOF (zumindest via Powershell-CmdLet von Serverseite aus) aktiviert ist, Mails weitergeleitet werden, wenn deaktiviert, dann nicht. Strange. Das Postfach ist schon uralt und wurde schon von Exchange 5.5 immer migriert. Mittlerweile ist es eine Exchange 2010-Umgebung.

Exchange Server 2016 – CU8-Upgrade

Klasse Checkliste von Frank Carius für das Upgrade einer Exchange-Server-DAG. In meinem Fall von CU6 nach CU8. Für das Schema- und AD-Upgrade sollte man nach der Schema-Erweiterung mit den üblichen Tools

repadmin /syncall /force
repadmin /replsum
repadmin /showrepl
Dcdiag /v

zunächst alle DCs wieder konsistent machen.

Dann geht’s los. Hier entlang.

Migration Oracle VirtualBox-Festplatten in Hyper-Vs .vhdx-Format

Für Unternehmen, die Oracles VirtualBox-Hypervisor für Desktop-Virtualisierung verwenden, gestaltet sich ja die Benutzung des eigentlich notwendigen Extension Packs lizenzrechtlich etwas schwierig: VirtualBox selbst ist unter GNU General Public License (GPL) Version 2 veröffentlicht, das Extension Pack jedoch nur unter der Personal Use and Evaluation License (PUEL). Eine vollständige Lizensierung für Unternehmen ist aufgrund des Lizenzmodells oftmals viel zu teuer, weshalb neben dem Sprung zu VMWare auch der Wechsel zur microsofteigenen Lösung Hyper-V in Betracht gezogen werden könnte.
Hier beschreibe ich kurz, wie auf einem Windows 10-Host ohne Zusatztools die virtuellen VirtualBox-Festplatten (.vmdk oder .vdi) nach Hyper-Vs .vhdx migriert werden und dann in eine neu erzeugte Hyper-V-VM eingebunden werden können.  „Migration Oracle VirtualBox-Festplatten in Hyper-Vs .vhdx-Format“ weiterlesen

WSUS cleanup – sorgenfreies Aufräumen

Nicht nur, um den Plattenplatz eines WSUS-Servers regelmäßig zu bereinigen, sondern gleichzeitig auch die SQL-Datenbank hübsch sauber und in reaktionsfreudigem Zustand zu behalten, empfiehlt sich über die grafisch erreichbaren Wartungstasks hinaus der Einsatz eines Wartungsscripts, das als geplanter Task auf dem Server regelmäßig ausgeführt wird.
Zudem kann es ohne regelmäßigen Aufräumtask im WSUS schon mal passieren, dass in der GUI bei der Anzeige aller Updates keine Rückmeldung mehr erfolgt oder die schon längst abgelehnten Treiber noch immer Speicherplatz verbrauchen.

Noch vor ein paar Jahren war das mit etwas Handarbeit verbunden. Ich hatte bis dorthin mit einem anderen Script gearbeitet.  Mittlerweile habe ich aber eine wesentlich bessere und zuverlässigere Lösung gefunden – nicht ganz ohne Grund spricht der Entwickler vom „last WSUS script you will ever need“ –
Adam Marshalls Clean-WSUS.

Windows 10-Version via Powershell ermitteln

Folgende Zeile gibt die installierte Windows-Version aus. Also z.B. 1703 oder 1709, usw.
Zum Beispiel zur Verarbeitung in Scripten, mit denen man neu hinzugekommene Apps wieder runterwerfen kann…

(Get-ItemProperty "HKLM:\SOFTWARE\Microsoft\Windows NT\CurrentVersion\" -Name ReleaseID).ReleaseId

Windows 10-Clients, Windows Update und Fehler 0x8024000d bei WSUS-Nutzung

Mal wieder Probleme. Diesmal brachten Clients mit 1703 und auch 1709 beim Suchen nach Updates auf dem WSUS-Server den Fehler 0x8024000d.

Im Windowsupdate-Log waren entscheidend diese 3 Zeilen, die mich der Lösung näherbrachten:

2017.11.23 19:34:10.4010252 3540 5556 Agent Failed to parse extended metadata for 6D629889-8D3F-4F26-929A-E08B8F363F49.100, hr=8024000d
2017.11.23 19:34:10.4012989 3540 5556 Agent *FAILED* [8024000D] Failed to get extended update infos
2017.11.23 19:34:10.4499203 3540 5556 Agent Exit code = 0x8024000D

„Windows 10-Clients, Windows Update und Fehler 0x8024000d bei WSUS-Nutzung“ weiterlesen

Windows Server 2016 LTSC versus Server 1709

Windows 10 im Unternehmen mit gutem Admin-Gewissen einzusetzen, ist noch mal ein extra Thema. Hier seien nur die Begriffe „Enterprise-Edition“ und ggfs. LTSB bzw. LTSC zu erwähnen.

Aber auch bei den Server-Betriebssystemen wandelt es sich nun. Wo man bislang bis zum Server 2012 R2 noch das alte Schema hatte und sich lediglich alle 2-3 Jahre mal mit einer neuen Betriebssystem-Version beschäftigen musste, gilt nun bald auch hier „Windows as a service“.

Man kann nun entscheiden, auf das bisherige Modell als LTSC (alle 2-3 Jahre neue Version, 5 Jahre Support und Updates + 5 Jahre extended Support)  zu setzen oder die innovativen unter uns, die mit cloudbasierten Technologien arbeitend, immer „on the leading edge“ sein wollen oder müssen, die 1709 zu benutzen. Letztere gibt’s aber nur in der Core- oder Nano-Version.
Viel mehr Infos darüber gibt’s hier: https://docs.microsoft.com/en-us/windows-server/get-started/semi-annual-channel-overview