Die Crossfit-Sache oder: Anderthalb Jahre Nordlicht

Vor knapp anderthalb Jahren kam ich in die Crossfit-Box, weil ich vorhatte, statt der eintönigen und immer gleichen Übungsausführungen an den Geräten im Studio mal etwas Neues zu probieren.
Ich hatte immer Sport gemacht und suchte eigentlich nur einen Fitnessstudio-Ersatz, bei dem ich meine Ziele erreichen könnte – moderaten Muskelaufbau und damit verbundener Entlastung der geschundenen Kniegelenke und die Möglichkeit, mich auszupowern, denn ohne geht nicht.
Außerdem passte es mir ganz gut, eine Fitness-Location zu finden in der Gegend, in die ich dann ein paar Monate später umziehen würde. Neue Leute kennenlernen und so. Jörn als alten Schulfreund kannte ich ja schon mal. Da war der erste Schritt schnell getan. „Die Crossfit-Sache oder: Anderthalb Jahre Nordlicht“ weiterlesen

Eine neue Erkenntnis oder Online-Reputation mit 6

Man stelle sich folgendes vor:
Er kennt noch kein Internet. Zumindest kann er sich nicht viel darunter vorstellen, außer dass sich die Großen öfter darüber unterhalten und dass man dort tolle Fußball-Videos anschauen kann. Ansonsten gibt es kaum Berührungspunkte, vielleicht einige flüchtige Besuche auf der Maus-Seite. Sein Vater sorgte bislang dafür, dass es noch keine verwertbaren Spuren über ihn gibt. Er wachte darüber, Tag und Nacht. Doch auch ein Vater macht Fehler. Nicht umkehrbare Fehler, die das Leben seiner Kinder für immer beeinflussen könnten. Er wollte seine Kinder am öffentlichen Leben teilhaben lassen. Sportverein, ein bißchen Fußball spielen oder Kinderturnen, wie schön. Doch dann das! Treffer bei einer routinemäßigen Kontrolle in der Ergebnisliste des Datenkraken! Eindeutig zurückzuführen auf…SEINEN SOHN!! Nicht wieder auslöschbar, für lange Zeit konserviert in den netzartigen, weltweiten Strukturen des Internets…DAS ist der Anfang vom Ende (oder DAS oder DAS)! 😉

Oder anders formuliert: Es reicht heutzutage aus, sein Kind in die Schule zu geben, an Festen teilnehmen zu lassen, Sportverein, Schwimmkurs, usw. Schon kann man davon ausgehen, dass der Name des Kindes in diesem Zusammenhang im Internet verewigt ist, auch wenn man zunächst keine Verbindung mit dem Web vermuten würde. Der Schein trügt. Nun beginnt die Geschichte des jungen Menschen ein zweites Mal, virtuell. Erste Spuren liegen aus…der Vater weiß, was zu tun ist.

…Und – ja, ich habe heute Abend ein wenig zuviel Cola-Dramatik getrunken. 😉

Spielzeug für den Nachwuchs

Wenn man seinem Nachwuchs (oder auch sich selbst) eine kleine Freude machen will, hätte ich einen Tipp: den iBird. Bei eBay schon für unter 20 Euro zu haben. Das Teil ist eine Mischung aus ferngesteuertem Flugzeug und Vogel. Ist auch schon für Kids ab 5-6 geeignet und macht echt Spaß! Zudem ist er robust (der Flattermann hält bei Max immerhin schon seit Weihnachten!) und mit etwas Übung leicht zu steuern. Tja, und wenn doch jemand drauftritt, sind die Kosten nicht so hoch, wie bei einem richtigen ferngesteuertem Flugzeug.

Server at home

Nun habe ich hier schon seit insgesamt 8 Jahren einen Linux-Server stehen, der für unser kleines Heimnetzwerk Gateway, Proxy, Firewall, Mail-, File- und Printserver spielt(e).
Nun, da die Lebensdauer des Servers (und insbesondere der Festplatte) begrenzt ist, mache ich mir schon seit einiger Zeit Gedanken über einen Ersatz. Der Server diente mir ja in ferner Vergangenheit eigentlich nur als Test- und Probierserver, wobei allerdings im Laufe der Zeit einzelne Dienste zum Provider wechselten. So z.B. der Mailserver, da ich weder Zeit hatte noch Lust darauf verspürte, die Spamfilterregeln regelmäßig anzupassen, Logs zu prüfen, Virenscanner aktuell zu halten, usw.
Und ehrlich gesagt, spielte da auch eine gewisse Unzufriedenheit meiner lieben Frau eine gute Rolle, da der Server nicht im Dauerbetrieb lief, sondern nur tageweise, bzw. wenn er gebraucht wurde.
Und da sie die Angewohnheit hat, ihr Notebook nur in den Hibernate-Modus zu fahren, hatte sie gelegentlich auch noch Probleme mit dem Aufbau der WLAN-Verbindung zum Access Point, wenn das Notebook wieder „aufgeweckt“ wurde. Tja, das war schon ganz schön umständlich – inclusive des Einschaltens des Servers – wenn man „nur mal eben kurz“ etwas nachschauen wollte.

Deshalb habe ich mich nun dazu entschlossen, den Server durch kleine Einzellösungen (wo notwendig) zu ersetzen.
Für den Fileserver steht hier schon ein kleines SoHo-NAS bereit, wo ich nur noch auf die Lieferung der SATA-Platte für den Einbau warte. Dieses NAS hat den Vorteil, dass es wegen der verfügbaren Anschlüsse (USB, LAN) entweder als externe Festplatte nutzbar ist oder eben als Samba-Fileserver irgendwo im Haus seinen Dienst verrichten kann.
Für die Druckergeschichte werde ich mir einen billigen Printserver bei eBay ersteigern. Mal sehen, was so zu haben ist für wenig Geld.
Proxy wird ersatzlos gestrichen, da es nur ein „Nice-to-have“ ist. Irgendwelche ContentFilter oder so’n Zeug habe ich derzeit nicht vor, einzusetzen. 🙂 Performance ist ja heutzutage kein Thema mehr zu Zeiten von DSL und Co.
Tja, bliebe noch Firewall. Aber natürlich ist auch das in heutigen Zeiten für Privatanwender, wenn ein maskierender Router dazwischenhängt und eine Desktop-Firewall vorhanden ist, aus meiner Sicht ausreichend.

Zusammenfassend habe ich hier dann zwar 2 kleine Boxen mehr stehen, aber dafür einen richtigen Server weniger. Dazu Komfortsteigerung. Hach, meine Frau wird begeistert sein! 😉

Es ist geschafft!!

Wir hatten gestern den 21.11.2009. Und irgendwann gegen 10 Uhr schrieb ich das Datum zum letzten Mal auf ein Papier des Staatsexamens im Fach Englisch. Dann, gegen 10.20 Uhr war es schließlich vorbei!
3 Jahre und 6 Wochen sind vorüber und alle Prüfungen absolviert. Fast alle. Eine eventuelle mündliche Prüfung mal vorbehalten – für den Fall, dass man zwischen zwei Noten steht. Aber da werde ich wohl dankend abwinken. 😉

Es ist echt eine Befreiung. Kein Lernstress mehr, kein schlechtes Gewissen mehr, meine Familie zu vernachlässigen, wenn man mal wieder lernen muss. Zeit. Zumindest mehr Zeit als vorher. Claudi hat gestern auch spontan eine kleine Feier organisiert. Ich habe vielleicht dumm geguckt, als das Haus voll mit Leuten war. 🙂

Heute morgen waren wir dann gleich zusammen schwimmen. Der Sonntagvormittag war sonst immer dem Lernen vorbehalten. Kurz nach dem Frühstück verkrümelte ich mich sonst ins Büro und war bis zur Sendung mit der Maus nicht mehr zu sehen. Und diese neue Freiheit haben wir sogleich ausgenutzt. Und es war schön.

Danke, Schatz. Ohne Dich hätte ich das Studium nie machen können.

EGK – Superteil

Meine Krankenkasse hat seine Mitglieder schon einmal mit einer Passbildanforderung auf die neue Elektronische Gesundheitskarte (EGK) vorbereitet.
Auf dieser Karte kann dann auf einem Mikrochip die komplette Krankenakte und weitere Informationen wie Allergien, Medikamente, usw. gespeichert werden. Damit die ganze Sache noch ein wenig heikler wird, bleibt die zukünftige Krankenversicherungsnummer ein Leben lang gleich – genau wie bei der Identifikationsnummer.
Die Daten sollen zwar verschlüsselt gespeichert, jedoch durch den sog. Heilberufsausweis (HBA) des Arztes oder Apotheker mit Eingabe einer PIN lesbar sein. Ein fader Beigeschmack für jeden, der sich auch nur ein bißchen mit Sicherheit beschäftigt. Der Dorfapotheker des Jahres 2012 wird das Lesegerät gut zugänglich für jedermann an seinem Tresen steht haben. Die PIN wird jedem Mitarbeiter – also auch der geschwätzigen Apothekenhelferin Susi – bekannt sein. Und für die Beschaffung des Zertifikats wird es in kurzer Zeit bestimmt bereits gute Möglichkeiten geben.

Wenn dann später einmal alle Identifikationsnummern der Träger zusammengefasst werden, lohnt sich auch der Datendiebstahl umso mehr – insbesondere, weil es dann richtig viel Kohle dafür gibt.

Schöne neue Zeit.

Mein Geburtstagsgeschenk!

Der erste Fahnenappell, pünktlich vor dem DFB-Pokalfinale am kommenden Samstag in unserem Garten:

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Aber man, war das ein Akt! Warum? Hier also die „Geschichte“…

Obwohl ich ja erst in einigen Wochen Geburtstag habe, fand ich neulich in einer von Claudi fahrlässig weggelegten Einkaufstüte unabsichtlich (!) einen Rest Verpackung . Gerade-heraus und ohne weiter nachzudenken, sagte ich dann laut, was ich auf dem Verpackungsrest in der Tüte gerade las: „Werder-Fahne“?? Claudi ärgerte sich natürlich ziemlich – ich übrigens auch, weil ich’s mit einigen Sekunden Nachdenken bestimmt gar nicht „offiziell“ bemerkt hätte.
Nun ja, nachdem ich also dann von Claudi zähneknirschend einen 6-Meter-Fahnenmast plus besagter Fahne überreicht bekam, machte ich mich gleich an die Planung des Standorts.
Als auch dieser so ziemlich feststand, las ich dann, was man denn so bräuchte, um die Fahne wind- und umsturzsicher im Boden zu befestigen. Auf der Packung stand tatsächlich eine Empfehlung von 80×80 cm bei 85 cm Tiefe, was ja so ziemlich genau 544 Litern entspricht. Auch davon noch nicht abgeschreckt fuhr ich dann am nächsten Wochenende zum nächsten Baumarkt, um mal zu gucken, was denn so ein Sack Estrichbeton an Frischbeton ergibt und um dann gleich ein paar Säcke mitzunehmen: 20 Liter stand dort. Die Zahl schnell in den Taschenrechner meines Handys eingetippt…ergab tatsächlich 27,2 Säcke, die ich nach Anleitung benötigen würde!!
Neee, so nicht! Ich machte erstmal kehrt und informierte mich während der nächsten Tage im Internet und bei Bekannten, was denn nun „wirklich“ benötigt würde! Also mal ehrlich: Als Retter der Zementbranche wollte ich nun nicht in die Geschichte eingehen und einen mehr als eine Tonne schweren Betonklotz im Garten zu haben, fand ich auch unter anderen Gesichtspunkten ein wenig übertrieben. Nun habe ich mich schlussendlich für 8 Säcke Beton entschieden – was ungefähr einem Fundament von 50×40 cm entspricht, bei 90 cm Tiefe. Das sollte nun wirklich reichen!
Also, liebe Frauen: Wenn Ihr Euren Männern mal ein Wochenende Fitnessstudio schenken wollt, könnt Ihr das tun…oder aber ihm einen Fahnenmast schenken! 😉